anankastisch, Anankasmus

Anankasmus – also zwanghaftes oder kontrollierendes Verhalten – gehört ins 8. Urprinzip, weil dieses Prinzip mit Macht, Kontrolle und intensiven inneren Spannungen verbunden ist. Es geht hier vor allem um Kontrolle auf der seelischen Ebene.

Wir finden hier die Angst vor Ohnmacht – und aus dieser Angst entsteht der Zwang, alles unter Kontrolle zu behalten. Das anankastische Verhalten ist dann Ausdruck einer inneren Unsicherheit, die durch Kontrolle besänftigt werden soll. Doch je stärker die Kontrolle wird, desto mehr wächst der Druck, bis die Kontrolle selbst zur Obsession wird.

So zeigt sich das anankastische Verhalten in diesem Prinzip wie eine emotionalen Fixierung, im Festhalten. Es ist die tiefere, unbewusste Form des Zwangs – nicht der Ordnung wegen, sondern aus Angst vor Kontrollverlust. In seiner Wandlungskraft lädt dieses Prinzip jedoch genau hier zur Methamorphose ein: Kontrolle darf sich in Vertrauen verwandeln, und Zwang in Hingabe.“

Überschneidung Der Anankasmus gehört auch ins 6. und 10. Urprinzip


Impuls für dich 🖤🎬

Ein passender Film dazu ist Silver Linings

Der Film ist aus dem Jahr 2012, ab 12 Jahren freigegeben und hat eine Spieldauer von ca. 2 Stunden.

Schau dir den Film an und beantworte folgende Fragen dazu:

Hatte ich schon mal das Gefühl, die Kontrolle in meinem Leben verloren zu haben? ✍️

Glaubte ich schon mal, dass ich jemand anderen unbedingt brauche, um mein Leben in den Griff zu bekommen und fixierte ich mich regelrecht auf ihn? ✍️

Kann ich loslassen, wenn ich merke, dass zu viel Kontrolle meinem Leben mehr schadet als hilft? ✍️

Bin ich bereit, ehrlich und radikal hinzuschauen und auch meinen Mitmenschen gegenüber deutlich zu werden, wenn ich merke, dass Verleugnung keinen Sinn mehr hat? ✍️

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